Wir behandeln sie doch alle gleich!? ...pädagogische Anregungen für eine gleichstellungsorientierte Jugendarbeit

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Wir behandeln sie doch alle gleich!? ...pädagogische Anregungen für eine gleichstellungsorientierte Jugendarbeit


Nicht selten steht man als Jugendarbeiter/in vor einem Problem: Das Angebot, das beispielsweise in Offenen Treffs, innerhalb der Jugendverbandsarbeit oder anderen Bereichen der Jugendarbeit angeboten wird, spricht nur eine Gruppe an. Es nehmen entweder nur Mädchen oder nur Jungen das Angebot wahr. Die anderen bleiben der Einrichtung fern, stören oder zeigen wenig Interesse. Frustriert von dieser Situation begnügen sich viele Jugendarbeiter /innen letzten Endes mit nur einer Gruppe. Sie wollen, aber können nicht allen gerecht werden.
Die Ursache des Problems liegt meistens darin, dass die Jugendarbeit in vielen Bereichen immer noch aus einem geschlechterneutralen Blickwinkel gesehen und umgesetzt wird. Ausgangspunkt hierfür ist für viele Jugendarbeiter/innen das Verständnis, dass alle Jugendlichen unabhängig ihres Geschlechtes ähnliche Freizeitbedürfnisse und Interessen haben. Es sind eben Jugendliche. Nun gibt es aber Bestrebungen, die vielfältigen Angebote der Jugendarbeit aus ihrer geschlechterneutralen Perspektive herauszuführen, um damit stärker den unterschiedlichen Bedürfnissen aller Beteiligten von Jugendarbeit gerecht zu werden. Benachteiligungen sollen abgebaut und jungen Frauen und Männern, Mädchen und Jungen die gleichen Chancen innerhalb der Jugendarbeit geboten werden. Entsprechende pädagogische Ansätze wie Mädchenarbeit und neuerdings auch Jungenarbeit finden dabei immer öfter Anwendung.

Ziel dieser Veranstaltung ist es, Sie als Jugendarbeiter/innen für geschlechterspezifisches Verhalten innerhalb der eigenen Arbeit zu sensibilisieren. Darüber hinaus sollen Ihnen Handlungsinstrumente vorgestellt werden, wodurch "Gender" als soziale- und Analysekategorie zu verstehen und anzuwenden ist. Sie lernen entsprechende "Werkzeuge" kennen und können diese mit eigenen Praxiserfahrungen, Beispielen und Übungen erproben. Den Rahmen bilden dabei die theoretische Aufarbeitung des Themas als auch begriffliche Klärungen.

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